Nachlese Vortrag / lecture report Werk Mitterberg 17.6.2017

Das Werk Mitterberg wurde in den letzten Jahren von der Gemeinde Sexten mit Mitteln des Landes Südtirol renoviert. Als Schlusspunkt dieser Maßnahmen fand die feierliche Übergabe des Werkes an den lokalen Verein Bellum Aquilarum statt, der sich in Hinkunft um den Betrieb und museale Gestaltung kümmert.
Nach Ansprachen diverser Honoratioren mit musikalischer Begleitung lud man zu einem Vortrag über die Geschichte der Sperre Sexten, welcher vom OeGF Vizepräsidenten Reinfrid Vergeiner gehalten wurde.

Bei kühlen Temperaturen in einer Mannschaftskasematte des Werkes folgten rund 140 interessierte Zuhörer aus Sexten und der Region den Ausführungen über die Sperre Sexten, welche aus den Werken Mitterberg und Haideck samt Nebenanlagen bestand.

Beginnend bei den Jahren der strategischen Überlegungen und  Planungen nach 1866 führte die Präsentation über die Baugeschichte ab Mitte der 1880er Jahre bis zum Leben auf den Tiroler Grenzsperren in der Friedenszeit. Hier war besonders das Verhältnis Zivilbevölkerung vs. Militär sehr interessant, da es in der Sperre Sexten, ein Ort mit aufblühendem Tourismus, immer wieder zu Unstimmigkeiten kam.

1915 brachte nicht nur für die Sperre gravierende Änderungen in ihr beschauliches Friedendasein, sondern auch für die Gemeinde Sexten selbst. Auswirkungen wie Sprengungen oder der feindliche Beschuss verursachten Schäden an den Werken und an den zivilen Bauten.
Auch wurde durch die Kriegsereignisse deutlich, dass die Werke und ihre Nebenanlagen ein Verbundsystem bildeten. Einzelne Werke oder Sperren hätte ohne ihre anschließenden Nachbarwerke, nie ihre Aufgaben erfüllen können.

Ein abschließendes Buffet im Frontgraben liesen die Feierlichkeiten ausklingen.

Zeitungsartikel/media coverage:
Bericht/report in „unsertirol24.com“ 18.06.17
Bericht/report in „Dolomiten“ 20.6.2017

English summary:
The Fort Mitterberg has been renovated by the municipality of Sexten in recent years. The final act was the official solemn transfer of the fort to the local association, Bellum Aquilarum, which will take care of the operation in the future.
After speeches of various notables, a lecture about the history of the Sperre Sexten was given by OeGF vice-president Reinfrid Vergeiner.

At cool temperatures in an accomodation-casemate of the fort, some 140 interested listeners from the region followed the explanations about the Sperre Sexten, which consisted of the forts Mitterberg and Haideck and some auxiliary positions.

Beginning with strategic considerations after 1866, the presentation continued with the construction periode in the second half of the 1880ies and then covering the life on a Tyrolean frontier fortification in peace time. In the Sperre Sexten the relationship between civilians and the military was very interesting, because as a place with flourishing tourism, it very often came to disagreements between those two parties.

The year 1915, not only changed the life in the fortifications, but also to the municipality of Sexten itself. Scheduled destructions by the military or enemy shelling caused damage to the fortis and the civilian buildings.

The following events of the war also proofed that the forts and their auxillary systems formed a system of interconnections. Individual forts or barriers, without their neighboring fortifications, could never have fulfilled the tasks set.

Finally a buffet in the frontal ditch brought the festivities to an end.

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